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Kulturell historisches Erbe der Insel Krk

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Mit der Darstellung der kulturell-geschichtlichen Wertsachen der Insel Krk beginnen wir im Norden, beim heutigen Eingang auf die Insel Krk – mit zwei besonders wertvollen Denkmälern, welche sich im nordwestlichen Teil der Insel – Omišalj befinden. Dies ist Omišalj selbst, hoch über der Bucht, mit prähistorischen Fundamenten, Stadt-Festung in welcher die romanische Kirche aus dem 12. Jahrhundert stammt, und das Triptychon J. della Fiore in ihr aus dem 15. Jahrhundert. Unterhalb von Omišalj haben die Römer die Stadt Fulfinum platziert, von welcher in der Bucht Sepen im Landstrich Mirina Überreste der frühchristlichen Basilika aus dem 5.-6. Jahrhundert erhalten sind.

Auf dem Gebiet von Dubašnica haben wir das mittelalterliche Franziskanerkloster (aus dem Jahr 1480) in Porto, in welchem sich neben der Kirche der Hl. Maria Magdalena die Museumssammlung mit Bücherei, ethnographischer Sammlung mit authentischem Mühlenrad (toš) für das Pressen von Oliven und das glagolithische Lapidarium befinden. In der Nähe von Malinska in der Ortschaft Cickino befindet sich ein archäologischer Fundort, an welchem ein frühchristlicher Komplex, entstanden zwischen dem 5. und 7. Jahrhundert, gefunden wurde, während die ältesten gefundenen Teile dem Zeitraum des Übergangs aus dem ersten in das zweite Jahrhundert zugehören.

Etwas weiter auf dem Gebiet der Stadt Krk befindet sich ebenfalls ein Franziskanerkloster – Glavotok, mit glagolithischen Denkmälern und Werken von Girolama da Santa Crocea. Weiter in Richtung Süden, unweit von Milohnić, treffen wir auf das altkroatische Kirchlein des Hl. Krševan, wahrscheinlich aus dem 9. Jahrhundert. Das tausendjährige und heutige Inselzentrum – Krk «glänzende Stadt der Einwohner Krks», wovon eine steinerne Inschrift aus dem 3. oder 4. Jahrhundert zeugt, hat ebenfalls urgeschichtliche Fundamente, mit illyrischen, griechischen, römischen und mittelalterlichen Beigaben: hier sind Mauerwerke, Türme, sog. Frankopanerfestungen, die römischen Thermen und Mosaike, die frühchristliche Kathedrale, die romanische Kirche des Hl. Quirin und der Hl. Margarete (zweistöckig), die frühromanische Kirche der Muttergottes der Gesundheit, der frühgotische Hl. Franz; eine der ältesten glagolithischen Inschriften Krks überhaupt aus dem 11. Jahrhundert. Hier ist auch die Bibliothek des Nikola Udine Algarotti und dessen Sammlung wertvoller Musikinstrumente, welche er im 19. Jh. seiner Geburtsstadt geschenkt hat. In der Basilika befindet sich das Polypthychon von Paolo Veneziana aus dem 14. Jahrhundert und die silberne Altarplatte von Kolerov aus dem 15. Jahrhundert.

Vor Punat befindet sich das altkroatische Kirchlein des Hl. Dunat, ebenfalls wahrscheinlich aus dem 9. Jahrhundert. In der Bucht von Punat liegt Košljun – das einzige besiedelte Inselchen von mehreren Inselchen Krks; gleichzeitig ist Košljun eine der bedeutendsten natürlich-geographischen und kulturell-historischen Einheiten an der nördlichen Adria. Auf die antiken (und vielleicht vorhistorischen Fundamente) kamen (vielleicht) Einsiedler, danach Benediktinermönche und ab dem 15. Jahrhundert sind hier die Franziskaner; diese sehr fleißigen Mönche habe es geschafft, bis heute aus dem Inselchen ein naturwissenschaftliches Reservat (besonders seltene Pflanzen) zu schaffen, inmitten welchem das Kloster, eine Basilika und mehrere Sammlungen – eine ethnographische, malerische, eine Museumssammlung, bibliothekarische, eine Archivssammlung, usw. sind. Hier sind Denkmäler aus der römischen Zeit und weiter ausgestellt; z.B. aus dem 15. Jahrhundert ist das Polypthychon von Santo Croce, aus dem vergangenen Jahrhundert ist die Serie des «Kreuzweges» von Ivo Dulčić.

Geht man auf Krk weiter kommt man in die Bašćanska Draga, hier ist ein Mörser bewahrt – eine Vorrichtung mit welcher festgewobene Wolle nachbearbeitet wurde. Weiter, ebenfalls im Tal von Baška, befindet sich Jurandvor, wo das bekannteste, slawische Denkmal von Krk gefunden wurde – die Platte von Baška (Bašćanska ploča), datiert etwa um das Jahr 1100, mit dem eingemeißelten Namen des kroatischen Königs Zvonimir aus dem 11. Jahrhundert in glagolithischer Schrift; es wurden auch Überreste einer anderen Platte gefunden. Das Denkmal befindet sich heute an einem ehrenamtlichen Ort, als besonderes Exponat im Atrium der Kroatischen Akademie für Wissenschaft und Kunst in Zagreb. Auch Baška birgt römische Mosaike, aber auch das seltene silberne Kreuz der Frankopaner, sowie malerische Werke von Palma dem Jüngeren und dem Bildhauer von Krk Franje Jurić; der Ort hat ein Heimatmuseum und in der nahegelegenen Bucht Vela Luka sind wahrscheinlich Überreste einer befestigten Siedlung, welche die Legende Korinthia benennt und an die griechische Tradition knüpft.

Auf der nordöstlichen Seite der Insel, an der hohen Felswand oberhalb des Meeres, liegt Vrbnik, ebenfalls auf prähistorischen und illyrischen Fundamenten: die ganze Siedlung ist ein Denkmal, die bekannteste kroatische glagolithische Stadt – Festung; sie ist auch heute reich an glagolithischen steinernen und handschriftlichen Denkmälern, und eine große Zahl wird auch in anderen Zentren aufbewahrt; dies sind z.B. Auszüge von Handschriften aus dem 12. Jahrhundert, das Statut der Insel Krk 1388, Kodexe, Messbücher, Register, rechtliche und andere Bücher, sowie Handschriften. In der Pfarrkirche ist der wertvolle Frankopaner Altar «Ružarica», wahrscheinlich aus dem 15. Jahrhundert, sowie der Altar von Ivo Rendić aus dem 19. Jahrhundert. Der Ort wird auch durch die große Bibliothek «Vitezićeva biblioteka» bereichert und in der Nachbarschaft, im Kirchlein des Hl. Jure, wurde eine Freske aus dem 13. Jahrhundert mit dem Bild des ältesten kroatischen Schiffs gefunden. Wahrscheinlich ist der Ausgangspunkt der Fürsten von Krk eben das Gebiet von Vrbnik – über Vrbničko polje sind Überreste von Gradeca (Graca), der einzigen Burg-Festung der Fürsten Frankopan außerhalb einer Siedlung.

Die einzige Stadt – Festung im Inneren der Insel ist Dobrinj; hier entstand im Jahr 1100 die älteste kroatische glagolithische Urkunde des «gefeierten Dragoslav»; in ihr ist auch die ethnographische Sammlung der gesamten Insel; die Bilder auf dem Antependium (goldene Stickerei auf roter Seide) hat P. Veneziano im 14. Jahrhundert angefertigt. Man muss auch auf die Denkmäler der originellen Volksarchitektur hinweisen – die Viehbehausungen «mošune», die Unterstände und «komarda» (steinerne Bauten) der Hirten und Bauern, die Tennen, die istrische Flöte «sopele (sopile)» – ein Überbleibsel des uralten europäischen Musikinstruments, welches woanders verschwand. Das Sommerfest «Stomorina u Omišalj», die Hirtenbräuche von Vrbnik und Dubašnica, die Volkstracht und der Volkstanz weisen auf die Inhalte hin, welche in vielerlei Hinsicht darauf Einfluss nahmen, dass die malerische Atmosphäre der Insel bewahrt wurde, sie bereicherten ihre Kultur und das tägliche Leben der Inselbewohner in der Vergangenheit, aber auch heute.

Text aus: http://www.krk.hr

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